Chronische Wunden betreffen bis zu 11,2 Millionen Menschen in Europa und stellen damit eine erhebliche, jedoch oft unterschätzte Herausforderung für Gesundheitssysteme, medizinisches Fachpersonal und öffentliche Budgets dar. Trotz ihrer großen Auswirkungen finden sie im öffentlichen und politischen Diskurs bislang zu wenig Beachtung.
Um diesem Thema mehr Gewicht zu verleihen, hat AUSTROMED gemeinsam mit weiteren europäischen Verbänden unter der Leitung von MedTech Europe ein neues Whitepaper mit dem Titel „Shaping the Future of Wound Care in Europe“ erarbeitet. Das Dokument zeigt auf, wie durch koordinierte Maßnahmen auf EU-Ebene die wachsende Belastung durch chronische Wunden wirksam reduziert werden kann.
Im Fokus stehen drei zentrale Handlungsfelder:
- Prävention und patientenzentrierte Versorgung stärken
- Personalkapazitäten ausbauen und multidisziplinäre Teams fördern
- Politische und systemische Koordination verbessern
Das Whitepaper formuliert konkrete Empfehlungen, um die Versorgung chronischer Wunden zu einer strategischen Priorität im Gesundheitswesen zu machen. Dazu zählen unter anderem Investitionen in Aus- und Weiterbildung, eine stärkere Ausrichtung von Erstattung und Beschaffung am Patientennutzen sowie die Förderung von Innovation und praxisnaher Evidenz.
Weitere Informationen finden auf der MedTech-Europe Webseite.