Mit einem neuen Positionspapier bringt sich AUSTROMED in die aktuelle Diskussion über eine mögliche zentrale Beschaffung von Medizinprodukten und In-vitro-Diagnostika (IVD) ein. Unter dem Titel „Kleiner Hebel, große Risiken“ zeigt die Interessenvertretung auf, welche Auswirkungen eine weitergehende Zentralisierung auf Wettbewerb, Innovation, KMU und Versorgungssicherheit haben könnte.
AUSTROMED betont, dass Beschaffungsbündelung im österreichischen Gesundheitswesen bereits vielfach gelebte Praxis ist. Eine zusätzliche Zentralisierung sei daher differenziert zu betrachten – insbesondere, da Medizinprodukte von einfachen Standardprodukten bis hin zu hochspezialisierten, klinisch relevanten Produkten reichen.
Das Positionspapier plädiert für die Stärkung bestehender Beschaffungsstrukturen und einen abgestuften Ansatz: Dort, wo tatsächliche Skaleneffekte erzielt werden können, soll Bündelung genutzt werden. Gleichzeitig sollen bei versorgungsrelevanten und spezialisierten Produkten Wettbewerb, Innovation, Anbietervielfalt und Versorgungssicherheit erhalten bleiben.
Das Positionspapier wurde an die Gesundheitssprecher der Parlamentsparteien, Gesundheitslandesräte sowie an Stellvertreter der Gesundheitskassen übermittelt. Damit bringt AUSTROMED die Perspektive der Medizinprodukte- und IVD-Branche direkt in die aktuelle gesundheitspolitische Diskussion ein.