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30 Jahre AUSTROMED – 30 Jahre starkes Engagement für Österreichs Gesundheit
Presseaussendung vom 23.11.2011

Am 22. November 2011 feierte die AUSTROMED, die Interessensvertretung der österreichischen Medizinprodukte-Unternehmen, ihr 30-jähriges Jubiläum. Im Zentrum der hochkarätigen Veranstaltung standen ein Rückblick auf die Entwicklung der österreichischen Medizinprodukte-Branche bis heute sowie ein Ausblick auf deren zukünftige Rolle in der medizinischen Versorgung Österreichs. Höhepunkte der Veranstaltung waren eine Keynote von Bundesminister Rudolf Hundstorfer sowie eine prominent besetzte Podiumsdiskussion zum Thema „Wie gesund ist der Standort Österreich? Chancen und Risiken in den nächsten 30 Jahren“.

Medizinprodukte – egal ob Pränataldiagnostik oder Prothese im Alter, Einmalprodukt oder Großgerät – sind einfach unverzichtbar für unser Leben. Genauso unverzichtbar ist die AUSTROMED für ihre rund 100 Mitglieder als auch für die österreichische Gesundheitslandschaft seit ihrer Gründung im Jahr 1981. Das feierte die Interessensvertretung der heimischen Medizinprodukte-Unternehmen gestern Abend anlässlich ihres 30-jährigen Jubiläums im MOYA – Museum of Young Art mit rund 100 Gästen aus Wirtschaft, Politik sowie Medien.

Im Rahmen der Veranstaltung skizzierte Mag. Friedrich Thomasberger, Präsident der AUSTROMED, die Meilensteine der AUSTROMED seit ihrer Gründung und hob die Bedeutung der Branche für Österreich hervor: „Medizinprodukte sind ein unverzichtbarer Bestandteil des täglichen Lebens und bilden einen wesentlichen Grundpfeiler des Gesundheitssystems. Ebenso bilden die österreichischen Medizinprodukte-Unternehmen einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor. Denn die Mitglieds-Unternehmen der AUSTROMED erzeugen einen gesamtwirtschaftlichen Produktionswert von 3,4 Mrd. Euro. Darüber hinaus hängen knapp 19.000 Arbeitsplätze in der österreichischen Volkswirtschaft an der Leistungskraft der AUSTROMED-Mitglieder.“

Höhepunkte der Veranstaltung bildeten weiters die Keynote von Rudolf Hundstorfer, Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz sowie eine hochkarätige Podiumsdiskussion, in der es um den Wirtschaftsstandort Österreich und dessen Rahmenbedingungen ging. Welche Möglichkeiten dieser für Unternehmen aus dem Gesundheitsbereich allgemein als auch für Medizinprodukte-Unternehmen bietet, diskutierten die Podiumsgäste BM Rudolf Hundstorfer, Prof. Dr. Kurt Grünewald von den Grünen, Dr. Dietmar Schuster von der Wirtschaftskammer Österreich sowie AUSTROMED-Präsident Mag. Thomasberger.




 
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v.l.n.r.: Prof. Khünl-Brady, Mag. Thomasberger, Mag. Lindinger, Dir. Loudon
 
AUSTROMED mit neuem Präsidenten
Presseaussendung vom 25.3.2011

Die Hersteller und Vertreiber von Medizinprodukten in Österreich, repräsentiert durch die freiwillige Interessensvertretung AUSTROMED, haben ein neues Präsidium. Friedrich Thomasberger als Präsident, Christian Braun und Hans-Heinz Khünl-Brady bilden die neue Führungsriege. Der bisherige Präsident Olivier Loudon zieht sich auf eigenen Wunsch zurück. Unverändert bleibt die bewährte Geschäftsführung in den Händen von Philipp Lindinger. Stadträtin Sonja Wehsely skizzierte bei einem Vortrag die zukünftige Gesundheitspolitik der Stadt.

25. März 2011. Bei der gestern abgehaltenen Generalversammlung der AUSTROMED wurden die Weichen für die Zukunft gestellt, um sich für die aktuellen und künftigen Herausforderungen, mit denen die Medizinprodukte-Branche konfrontiert ist, zu wappnen. Neuer AUSTROMED-Präsident nach Vorstandsbeschluss ist Mag. Friedrich Thomasberger, bisher als Vizepräsident für Finanzen zuständig, und Geschäftsführer der PAUL HARTMANN GmbH. Das Präsidium wird durch Herrn Dipl.Bw. Christian Braun (Geschäftsführer B. Braun Austria GmbH), bisher als Vorstandsmitglied zuständig für Umwelt, Behörden und Institutionen, sowie Prof. Hans-Heinz Khünl-Brady, Eigentümer Brady KG, komplettiert.

Im Rahmen der Generalversammlung konnte das neue Präsidium auch Stadträtin Mag. Sonja Wehsely als Ehrengast begrüßen. Die Stadträtin, unter anderem auch für die Gesundheitsagenden der Stadt zuständig, erläuterte den Mitgliedern ihre Pläne und Visionen für die Gesundheitspolitik der nächsten Jahre und stellte sich im Anschluss den Fragen der Medizinprodukte-Unternehmer.

Neupositionierung der AUSTROMED

„Wir befinden uns gerade in einer sehr spannenden Phase der Neustrukturierung, die ich gewissenhaft vorantreiben möchte. Meinem Vorgänger Olivier Loudon, der diesen wichtigen Schritt bereits eingeleitet hat, danke ich im Namen der Mitglieder, aber auch persönlich für seinen unermüdlichen Einsatz. Die Führung der AUSTROMED zu übernehmen, ist eine große und ehrenvolle Aufgabe für mich“, freut sich Thomasberger auf die zukünftigen Herausforderungen. Loudon kann auf eine sehr erfolgreiche Zeit zurückblicken. Zu seinem eigenen Bedauern musste er sich jedoch durch neue und zeitintensive Aufgaben in seinem beruflichen Umfeld als Präsident zurückzuziehen.

„Gemeinsam mit Christian Braun und Prof. Khünl-Brady wollen wir die Interessen unserer Mitglieder vertreten, aber auch den Dialog mit unseren Partnern im Gesundheitswesen weiter verstärken. Für die AUSTROMED steht fest, dass eine ausgezeichnete medizinische Versorgung in Österreich oberste Priorität haben muss.“


 
Explodierende Rohstoffpreise auch bei Medizinprodukten
Presseaussendung vom 25.2.2011

Die Hersteller und Vertreiber von Medizinprodukten in Österreich, repräsentiert durch die freiwillige Interessensvertretung AUSTROMED, sehen durch stark steigende Rohstoffpreise akuten Handlungsbedarf. Einzelne Produktpaletten können nicht mehr kostendeckend erzeugt werden. Um die ausgezeichnete medizinische Versorgung und den Wirtschaftsstandort nicht zu gefährden, wird derzeit mit den Partnern im Gesundheitswesen intensiv um Preisanpassungen verhandelt. Eine Lösung, bei der sowohl Zulieferer als auch Abnehmer von Medizinprodukten leben können, wird angestrebt.

Auch die EZB beobachtet die Entwicklung an den Rohstoffmärkten mit Argusaugen. Jean-Claude Trichet hat sich erst unlängst wieder sehr besorgt über die stetig steigenden Rohstoffpreise gezeigt. Baumwolle ist so teuer wie seit 15 Jahren nicht mehr, die Latex- und Zellulose-Preise haben sich seit Anfang 2009 beinahe verdoppelt. China, Russland und Indien verschärfen die Lage durch den stark gestiegenen Eigenbedarf und ein Ende der Preisrally ist vorerst nicht in Sicht.

Die Preissteigerungen bei Rohstoffen dürften sich auch heuer fortsetzen.

Betroffen von der Rohstoffverteuerung sind aber nicht nur Lebensmittel oder Gebrauchsgüter, sondern auch lebenswichtige Medizinprodukte. In den vergangenen zwei Jahren haben sich die den Medizinprodukten zugrundeliegenden Rohstoffpreise vor allem für Zellstoffe, Baumwolle, Vliesstoffe oder medizinische Granulate für Kunststoffe ausnahmslos nach oben entwickelt.

„Alle Marktteilnehmer kämpfen mit den explodierenden Preissprüngen auf den weltweiten Rohstoffmärkten. Die Gesundheitsversorgung in Österreich darf dadurch aber nicht gefährdet werden. Ebenso wenig wie die dahinterstehende Industrie und die Arbeits-plätze. Preisanpassungen sind daher notwendig", erklärt Mag. Friedrich Thomasberger, AUSTROMED Vizepräsident und Geschäftsführer der PAUL HARTMANN GmbH.

Für die Interessensvertretung AUSTROMED steht fest, dass die ausgezeichnete medizinische Versorgung in Österreich nicht beeinträchtigt werden darf. Ohne Maßnahmen ist auch zu befürchten, dass Wettbewerbsnachteile dem Wirtschaftsstandort schaden und Arbeitsplätze im Medizinproduktebereich wegfallen könnten. „Wir verhandeln mit unseren Partnern im Gesundheitswesen derzeit mit Hochdruck an bestmöglichen Lösungen und rechnen in dieser angespannte Situation mit einem verantwortungsvolles Agieren“, so Thomasberger. „Lieferengpässe oder gar Versorgungsausfälle stehen nicht zur Diskussion".


 
AustromedMedizinprodukte: Chancen in der Wachstumsbranche
18.02.2011 | 13:08 | Nikolaus Koller (Die Presse)
Die demografische Entwicklung schafft Arbeitsplätze.

Ob einfache Pflaster, Fieberthermometer oder komplexe Herz-Lungen-Maschinen – das alles sind Medizinprodukte. Etwa 400.000 von ihnen umfasst die Branche, weiß Olivier Loudon: „Und der Sektor wird in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen.“

Damit legt der Geschäftsführer von 3M in Österreich und Präsident von Austromed, dem Verband der Medizinprodukt-Firmen in Österreich, die Latte für seine Zunft sehr hoch. Liegt doch das Wachstum im Sektor laut seinen Angaben schon jetzt „traditionell im niedrigen zweistelligen Bereich“.

Als Grund für seine optmistische Prognose führt Loudon die demografische Entwicklung ins Feld: Die heimische Bevölkerung überaltere zunehmend, daher werde auch der Bedarf an medizinischer Versorgung weiter steigen. 3,5 Mrd. Euro stark sei nach seinen Angaben der gesamtwirtschaftliche Produktionswert der Branche, die hierzulande sowohl in der Forschung und Erzeugung als auch mit reinen Handelsbetrieben vertreten ist.

Nicht nur Pflegepersonal gesucht

Dieses Wachstum werde sich auch auf die Jobaussichten bei seinen Mitgliedsunternehmen auswirken, betont der Austromed-Präsident: „Die Zuwächse schlagen rasch auf die Beschäftigtenzahlen durch.“ Aktuell beschäftigen die Austromed-Mitglieder hierzulande nach eigenen Angaben etwa 9000 Mitarbeiter. Dass die Prognose kein „jobless growth“ sei, begründet Loudon mit dem hohen Aufwand, den viele medizinische Geräte erfordern. „Nehmen Sie einen Kernspintomografen“, erklärt er, „dieser muss entwickelt, vermarktet, verkauft, gewartet und schließlich auch von jemandem bedient werden.“

Dafür benötige die Branche medizinisch geschultes Personal – „nicht unbedingt nur Mediziner“, wie der Austromed-Präsident betont. Auch Betriebswirte, Techniker und Juristen werden in der Medizinprodukt-Branche dringend gesucht. „Daneben erlebt natürlich auch der Bereich der Altenpflege einen großen Aufschwung.“ Daher richte sich der Bedarf nicht ausschließlich an Personen in der Pflege und für die Betreuung von Kranken. „Das Betätigungsfeld ist sehr abwechslungsreich“, sagt der Manager, was auch seine Kollegen aus anderen Unternehmen in der Branche bestätigen.

„Gesamtheitlicher Ansatz“

Im Besonderen treffe diese Einschätzung auf den Sales-Bereich zu. Fast jedes Unternehmen vertreibe nicht nur ein Produkt, sondern gleich eine ganze Bandbreite. „Wir sind daher keine Branche, in der Verkäufer nur eindimensional denken dürfen.“ Das gelte auch für die Kunden: Meist hätten die Patienten Bedarf an mehreren, durchaus unterschiedlichen Medizinprodukten. Daher sei auch hier ein „gesamtheitlicher Ansatz“ notwendig.
Die Branche habe sich mit einem Codex verpflichtet, ihre Mitarbeiter immer auf den neuesten Stand zu bringen. Dies sei vor allem notwendig, um in schwierigen Situation richtig zu reagieren. „Wir müssen jedes Problem und jeden Behandlungsfehler genau analysieren und prüfen, was falsch gelaufen ist“, sagt Loudon. „Daher benötigen alle Mitarbeiter ein hohes Verantwortungsbewusstsein und aktuelles Wissen.“

 
Kleiner „Darth Vader“ mit Herzschrittmacher:
Medizintechnologie hilft einem kleinen Werbestar

Der Internetheld des Monats heißt Max Page. Der sechsjährige US-Amerikaner spielt in dem neuen Werbespot von Volkswagen eine Mini-Version des „Star Wars“-Bösewichts Darth Vader. Der Spot wurde auf Youtube inzwischen über 28 Millionen Mal angeklickt (http://www.youtube.com/watch?v=R55e-uHQna0) und lief auch während des sportlichen Großereignisses „Super Bowl" in den USA landesweit vor über 100 Millionen Zuschauern.

Der sechsjährige Hauptdarsteller des kleinen Darth Vader, Max Page, lebt mit einem Herzschrittmacher, der ihm aufgrund eines angeborenen Herzfehlers bereits vor fünf Jahren implantiert wurde. Max leidet unter der so genannten Fallot-Tetralogie, die aus vier Komponenten besteht: einer Verengung des Ausgangstraktes der rechten Herzkammer zur Lunge, einem Loch in der Scheidewand zwischen den Herzkammern, einer Fehllage der Hauptschlagader sowie einem Zuwachs der Muskelmasse der rechten Herzenkammer aufgrund der chronischen Überbelastung. Aufgrund dieses Defekts vermischt sich sauerstoffreiches Blut mit sauerstoffarmem. Die kleinen Patienten leiden unter einer lebensgefährlichen verminderten Lungendurchblutung mit Schweratmigkeit und Blausucht. Sie können nur überleben, wenn die Fehlbildungen im ersten Lebensjahr korrigiert werden.

Bei Neugeborenen und sehr jungen Säuglingen mit Fallot-Tetralogie kann ein minimalinvasiver Eingriff mit Hilfe von Medizintechnologie die Zeit bis zur Operation überbrücken: Bei der Ballondilatation wird ein dünner Katheter in der Leistengegend eingeführt, bis zu den Engstellen in den Herzkranzgefäßen vorgeschoben und dann ein an der Katheterspitze installierter Ballon aufgeblasen. Unter dem Druck des Ballons werden die Engstellen gedehnt. So kommt es zu einer besseren Durchblutung und Sauerstoffversorgung in den hinter den Engstellen liegenden Bezirken des Herzmuskels.
Später folgt dann die große Operation, bei der der Herzchirurg die Hauptschlagader in die richtige Position bringt und die Verengung im Bereich der Lungenarterie schließlich beseitigt. Ein Herzschrittmacher hilft gegen Herzrythmusstörungen, die nach dem Eingriff auftreten können.

Die Geschichte von Max zeigt: Medizinprodukte sind auch für Kinder unentbehrlich und retten Leben. Mehr als 5.000 Kinder und Jugendliche werden in Europa jährlich mit einem Herzschrittmacher versorgt. Herzrhythmusstörungen können bei Säuglingen und Kindern ebenso wie bei Erwachsenen auftreten.

Fortschritte in der Technik und bei der Miniaturisierung ermöglichen es, auch Säuglingen und Kindern mit Herzproblemen mit einem Schrittmacher zu helfen. Bei Kleinkindern ist dabei die Lebensdauer des Schrittmachers bei gleichzeitig geringem Volumen des Gerätes von herausragender Bedeutung. Der kleinste implantierbare Einkammer-Schrittmacher wiegt nur 12,8 Gramm und besitzt trotz der reduzierten Dimension eine Lebensdauer von über acht Jahren.

 
Zurück auf die Bühne - dank innovativer Medizintechnologie:
Knochenersatz heilt Rückenleiden von U2-Rockstar Bono

Medizintechnologien sind unentbehrlich für die Gesundheit und die Erhaltung der Lebensqualität der Menschen. Durch das Zusammenspiel moderner Medizintechnologien und ärztlicher Kompetenz hat es der Frontman der Band "U2" Bono trotz einem starken Rückenleiden jetzt wieder zurück auf die Bühne geschafft, berichtet die FAZ in ihrer Ausgabe vom 12. August 2010, Seite 14, "Bonos Liebe zu Made in Germany". Ohne ihn hätte die geplante Europa-Tour nicht stattfinden können.

Der 50-jährige Sänger musste wegen eines schweren Rückenleidens eine monatelange Pause einlegen. Erst die Behandlung durch ein Knochenersatzverfahren im Mai dieses Jahres brachte die erhoffte Genesung. Zur Seite standen dem Sänger mehrere Spezialisten und moderne Medizintechnologien, die bei Bandscheiben- oder Wirbelkörperschäden helfen.

Bonos Aussage vor 60.000 Zuschauern auf dem Eröffnungskonzert in Frankfurt veranschaulicht die Innovationskraft der Gesundheitswirtschaft: "Es ist unglaublich, was Fachärzte leisten - dank deren Wertarbeit fühle ich mich jetzt wie ein Mercedes".
 
 
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